Welches Implantat brauche ich?

 

Welches Implant brauche ich?

 

Diese Frage stellen sich viele Patienten.

Eine Antwort darauf zu geben ist nicht ganz einfach.

Viele Faktoren müssen dabei nämlich eine Berücksichtigung finden.

 

1. Das Material:

Titan ist immer noch das "sicherste" Material, erprobt und langfristig getestet.

Keramik als Implantat wird im Augenblick von der Industrie sehr stark beworben, angeblich wegen einer höheren Bioverträglichkeit.

Wenn man aber einmal gesehen hat wie der Knochen an einem Titan-Implantat regelrecht "hochwächst" (das Titan also vom Knochen angenommen wird), dann fragt man sich doch, ob noch mehr "Bioverträglichkeit" überhaupt noch nötig wäre.

 

2. Die Produktreife:

Ein sehr delikates Thema, über das in der Medizin nur wenig öffentlich berichtet wird.

Tatsache ist aber, dass es bei uns keine "Stiftung Warentest" oder keinen "Elchtest" (fürs Auto) oder Erfahrungsberichte von Patienten im Internet gibt!

Jedes neu auf dem Markt eingeführte System (nicht nur in der Medizin) hat seine "Kinderkrankheiten" und je kleiner der Markt ist desto länger braucht es diese zu therapieren.

Und jetzt?! 

Aus den oben genannten Gründen benutzen wir nur Implantatsysteme großer Hersteller, die mindestens 5 Jahre erfolgreich auf dem Markt sind!

Alles andere wäre unseriös!

 

3. Das Implantatkonzept:

Es gibt natürlich mehrere. Eine Frage ist dabei z.B., ob Sie ein einteiliges oder ein mehrteiliges System benötigen.

Bei einem einteiligen System (Foto......) ist die Schraube fest mit dem Aufbau verbunden. Ein solches System hat den Vorteil, dass das (massive) Implantat sehr schlank im Durchmesser gewählt werden kann, weil keine Schraubverbindungen im Implantat die Statik mindern.

Ein weiterer Vorteil ist, dass keine Bakterien in den Spalt zwischen Implantat und Aufbau gelangen können.

Und wo keine Schraubverbindung ist, kann sich auch nichts lockern! Hierzu kann es nämlich kommen, wenn man nicht das vorgeschriebene Drehmoment nimmt oder wenn man den Aufbau zu oft rein- und wieder rausdrehen muss.

 

4. Das Schraubendesign:

Die größte Schwierigkeit beim Implantieren ist nicht die Gefahr des schlechten Einheilens des Implantates.

Hier gibt es in unserer Praxis praktisch keine Probleme. Von den bei uns rund 500 gesetzten Implantaten sind bisher nur zwei (!) nicht vom Knochen angenommen worden.

Die Hauptschwierigkeit liegt aber in der Frage, ob überhaupt noch genügend Knochenangebot vorhanden ist.

Sobald nämlich der Zahn gezogen wurde, fängt der Knochen an dieser Stelle an zu schrumpfen- mal mehr und mal weniger- und dann zählt jeder Millimeter Knochen, sowohl in der Höhe wie in der Breite.

Deswegen verwenden wir meistens ein Schraubendesign, bei dem nur eine durchmesserreduzierte Vorbohrung nötig ist. Der Schraubengang am Implantat ist jedoch sehr stark ausgebildet (Foto....), praktisch wie bei einer Holzschraube und dadurch erreicht man beim Setzen des Implantates eine leicht Aufdehnung des Knochens (und damit eine bessere Ausnutzung des reduzierten Knochens).

Eine solche OP-Methode erfordert natürlich eine gewisse Erfahrung, führt dann aber im Ergebnis zu einer schnelleren Einheilung und einem festeren und schmerzfreien Sitz des Implantates. Aufgrund dieses häufig reduzierten Knochenangebotes benutzen wir dann auch gerne konische Implantate.

 

5. Die OP-Technik:

Wenn man versucht einen Knopf an eine Hose anzunähen, dann will man natürlich dabei etwas sehen (schon allein deswegen, um sich nicht die Nadel in den Finger zu rammen). Wenn Sie allerdings lange genug üben, dann schaffen Sie es auch den Knopf mit verbundenen Augen anzunähen!

Bei einer OP ist es ähnlich!

Das Problem ist nämlich: je länger (also zeitlich) operiert wird und je mehr am Zahnfleisch manipuliert wird, desto länger ist die Wundheilung und desto ungünstiger ist die Langzeitprognose. Und weiter: Zahnfleisch, das einmal vom Knochen abgelöst wurde, wächst nur selten wieder am Knochen an und "zieht" dann später sehr ungünstig am Implantat!

Durch Erfahrung und eine genaue Modell- und Röntgenanalyse kann man sich diesen Schritt der Zahnfleisch-Operation häufig ersparen.

 

6. Das Dentallabor:

Sie brauchen nicht nur ein Implantat, Sie brauchen später dafür auch noch eine Krone auf dem Implantat!

Nur wir wissen nach all den Jahren, welches Labor eine haltbare und kostengünstige Implantat-Krone anfertigen kann.

 

7. Das Praxisteam:

Schulung, Schulung, Schulung sind wichtig.

Und natürlich müssen die Mitarbeiter auch Spaß und Verständnis für eine Dental-OP mitbringen!

 

Mit dieser kurzen Übersicht haben wir Ihnen einen kleinem Einblick in das umfangreiche Gebiet der Implantologie gegeben.

Nähere Details erfahren Sie bei uns oder auf dem nächsten Zahnärtzekongress, der meist ein ganzes Wochenende dauern wird.

 

Ihr Paxisteam 

Dr. C. Schröder-Loitz & Dr. C. Loitz

Zahnärzte

Gemeinschaftspraxis
Zahnärztin Dr.Coletta Schröder-Loitz
Zahnarzt Dr. Christian Loitz
 
Oldenburger Str. 257
26180 Rastede
 
Tel.:   04402 - 84423
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